Blasenentzündungen sind für jede Frau eine schmerzvolle Erfahrung. Tritt eine Blasenentzündung in der Schwangerschaft auf, kommt noch die Sorge um das Ungeborene hinzu. Hier sind viele Schwangere unsicher, welche Medikamente oder auch pflanzliche Präparate sie einnehmen dürfen, die zwar wirksam sind, aber dem Baby nicht schaden.

Wie Du eine Blasenentzündung in der Schwangerschaft behandelst

Wichtig für Dich – was Du in diesem Beitrag lernst:

  • Wie Du Blasenentzündungen in der Schwangerschaft weitgehend vermeiden kannst.
  • Welche Medikamente wirksam sind und unbedenklich für Dein Baby sind.

Durch die Hormonumstellung in der Schwangerschaft – aber auch durch körperliche Veränderungen (wodurch sich Restharn in der Blase und Nieren anstauen kann) – neigen Frauen dazu, Harnwegsinfektionen zu bekommen. Hinzu kommt oft die Anfälligkeit für Scheideninfektionen. Als wäre diese Tatsache nicht schon unangenehm genug, kommt die Sorge um das ungeborene Baby hinzu. Hat eine Blasenentzündung oder Scheideninfektion Auswirkungen auf das Ungeborene? Welche Medikamente sind unbedenklich, aber helfen trotzdem zuverlässig?

Wenn Du die ersten Anzeichen einer Blasenentzündung bemerkst, solltest Du grundsätzlich sofort einen Urologen aufsuchen. Besonders in der Schwangerschaft gilt es, kein Risiko einzugehen. Eine Blasenentzündung kann sich zu einer Nierenbeckenentzündung ausweiten und so zu einer Schwangerschaftskomplikation führen.

Warum ein Urologe immer die bessere Wahl als ein Gynäkologe oder Allgemeinmediziner ist, habe ich hier beschrieben.

Mittel gegen Blasenentzündung in der Schwangerschaft

Vielleicht hattest Du auch schon vor der Schwangerschaft immer wieder mit Blasenentzündungen zu kämpfen. Dann weißt Du meist, welche Bakterienart für Deine Blasenentzündungen verantwortlich ist und hast schon die ein oder andere Erfahrung mit diversen Mittel gegen Blasenentzündungen gemacht.

Grundsätzlich solltest Du darauf achten, dass das Mittel gegen Blasenentzündung (pflanzliches Präparat, Blasentee etc.) auch in der Schwangerschaft eingenommen werden darf. Denn ein Mittel, das Dir gut im unschwangeren Zustand geholfen hat, kann in der Schwangerschaft bedenklich sein.
Das kannst Du heraus finden, indem Du die Packungsbeilage liest. Oder auch in der Apotheke nachfragst, wenn Du dort ein Präparat kaufst.

Es ist von beinahe allen Blasentees in der Schwangerschaft abzuraten. Denn die meisten Tees enthalten Bärentrauben-Blätter und von diesen wird in der Schwangerschaft abgeraten.

Interessant in diesem Zusammenhang zu wissen:

Viele Nieren- und Blasentees wurden von Ökotest getestet und vielen aufgrund der enthaltenen Pflanzengifte durch. Die Blasentees wurden als bedenklich und sogar krebserregend eingestuft.

Aber nun zum Punkt. Welche Mittel sind denn unbedenklich?

Mittel, die in der Schwangerschaft eingenommen werden dürfen und gegen Blasenentzündung helfen:

  • D-Mannose
  • Cranberry- oder Preiselbeersaft
  • frischer Meerretich (z. B. mit Zitrone und Wasser vermischt)
  • Zinnkraut-Tee
  • Apfelessig

Ob Dir diese Mittel helfen, lässt sich nur im Selbstversuch testen. Jeder Körper ist anders. Bei der einen wirken Hausmittel, bei der anderen nicht.
Egal, welches Mittel Du auch einnimmst, achte darauf, dass Du viel Wasser trinkst. Damit werden Bakterien ausgespült und eine aufkeimende Blasenentzündung kann damit vielleicht noch gestoppt werden.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass Du mit diesen Mitteln nicht zu lange herum experimentierst. Wenn die Beschwerden nicht innerhalb eines Tages besser werden, suche sofort einen Urologen auf!

Blasenentzündung in der Schwangerschaft vorbeugen

Am besten ist natürlich, erst gar keine Blasenentzündung entstehen zu lassen.

Das kannst Du erreichen, indem Du unter anderem auf Deine Hygiene achtest. Z. B. dass Du keine Intimwaschlotion verwendest, beim Toilettengang auf die Reinigung achtest oder aber auch während des Sex auf ein paar Maßnahmen achtest.

Die wichtigsten Hygiene-Regeln, die Dich unterstützen können, habe ich hier zusammengefasst.

Ein weiterer Schritt zur Vorbeugung von Blasenentzündungen ist die permanente Unterstützung deiner Vaginalflora. Wenn Du auch vor der Schwangerschaft anfällig warst, dann achte umso mehr darauf!
Durch die Hormonveränderungen ist nicht nur Deine Blase betroffen, sondern auch Deine Vaginalschleimhaut.

In diesem Beitrag habe ich zusammen geschrieben, was Du tun kannst und welche Milchsäure-Präparate empfehlenswert sind.

Wenn Du zu E.Coli-Bakterien neigst, dann wird Dir D-Mannose vorbeugend sehr gut helfen. Diese kannst Du mehrmals wöchentlich vorbeugend trinken oder aber auch dann, wenn Du erste Anzeichen einer Blasenentzündung verspürst.

Welche Maßnahmen haben Dir in der Schwangerschaft geholfen, gesund zu bleiben? Schreib mir Deine Erfahrungen!