Es gibt viele unterschiedliche Formen von Intimfrisuren. Je nach Vorliebe und Trend werden diese gewechselt. Die Intimrasur kann jedoch Deine Anfälligkeit für Blasenentzündungen (oder auch vaginale Infektionen) beeinflussen. Weshalb das so ist, erfährst Du in diesem Beitrag.

Wie sich die Intimrasur auf Blasenentzündungen auswirkt

Wichtig für Dich – dieser Beitrag beantwortet folgende Fragen:

  • Wie Intimfrisuren und die Intimrasur die Anfälligkeit für Blasenentzündungen fördern.
  • Was Du bei der Intimrasur beachten solltest, um Dein sensibles „Blase-Vaginalflora-System“ so wenig wie möglich zu reizen.

Die natürliche Vollbehaarung im Intimbereich ist nicht jeder Frau angenehm. Deshalb wird dieser Bereich besonders viel rasiert, epiliert oder gewachst: entweder teilweise oder komplett.
Dementsprechend auch in Unterstützung mit vielen Produkten, die nicht nur der Haut zusetzen können, sondern auch der sensiblen Vaginalflora und in Folge der Blase.

Die Haare im Intimbereich haben grundsätzlich eine schützende Funktion.
Es können so weniger Bakterien in die Vagina eindringen. Und auch beim Sex schützen die Schamhaare zusätzlich vor mechanischer Reibung auf der Haut.
Die Schamhaare haben sogar eine sexuelle Komponente. Denn sie verteilen so die Pheromone, was die sexuelle Anziehung auf den Partner erhöht.

Alles schön und gut, die Haare müssen trotzdem weg. Denkst Du sicher.

Je mehr Hautoberfläche Du rasierst, wachst oder epilierst, umso höher steigt das Risiko, dass Deine Haut darunter leidet. Es können Rötungen und Pickel und sogar Haarabszesse auftreten. Zusätzlich kommt es zu Mikroverletzungen oder sogar kleineren Schnittwunden der Haut.
Das alles begünstigt, dass sich Bakterien und Pilzsporen leichter festsetzen. Besonders bei sexuell übertragbare Krankheiten spielt das eine entscheidende Rolle.

Wenn Du zusätzlich Rasierschaum, Enthaarungscremen oder andere Mittel verwendest, um die Haare zu entfernen, umso beanspruchter reagiert Deine Haut.

Vielleicht hast Du schon mal bemerkt, dass nach der Rasur nicht nur deine Haut darauf reagiert, sondern auch Deine Vaginalflora. Indem Du nach dem Rasieren ein Brennen oder unangenehmes Gefühl rund um deinen Harnröhreneingang oder in Deiner Scheide bemerkst. Das können alles Anzeichen sein, dass durch die Rasur dein gesamter Intimbereich gereizt ist.

Wenn dem so ist, dann verwende nach der Rasur einfach ein Milchsäure-Gel oder Milchsäure-Bakterien zur Beruhigung deiner Scheide und Blase.

Wie kannst Du deinen Intimbereich schonend enthaaren?

Grundsätzlich gilt: ja, je mehr Haare Du im Intimbereich belässt, umso besser ist für für Deinen Intimbereich (z. B. in gestutzter Form). Vor allem dann, wenn Du mit einer empfindlichen Vaginalflora und Blase reagierst.

Hier gilt: eine Trockenrasur mit einem elektrischen Rasierapparat ist am schonendsten. Und sie sind sehr gründlich und liefern ein glattes Ergegbnis.
Ich kann hier vor allem die Rasierapparate für Männer empfehlen. Diese müssen weit mehr Haare entfernen als das bei Frauenrasierern der Fall ist und liefern dementsprechend ein besseres Rasurergebnis – und sie sind deutlich hochwertiger.

Wenn Du lieber zur Nassrasur tendierst, dann solltest Du dabei sehr schonend vorgehen.

Am besten verwendest Du Männer-Rasierklingen. Die sind deutlich günstiger (!) als die Rasierklingen für Frauen und sind zusätzlich noch besser im Ergebnis.

Im Grunde zahlen hier Frauen einfach mehr für ein Produkt, das nicht mal besser oder sogar identisch ist. Das trifft vor allem bei Nassrasierern/Rasierklingen zu.

Aber nicht nur dort gibt es die „Frauensteuern“ (also Produkte, wo Frauen mehr bezahlen als Männer).

Verwende zum Einseifen der Schamhaare am besten eine Intimwaschlotion. Diese bereitet die Haut genauso gut auf die Rasur vor. Sie ist aber schonender zur Haut (enthält Milchsäure oder einen pH-Wert schonenenden Komplex) und deshalb um vieles besser als jeder herkömmliche Rasierschaum oder Seifenschaum.

Leider gibt es kaum Produkte für die Rasur, die komplett frei von bedenklichen Inhaltsstoffen sind.
Auch Multi-Gyn FemiWash enthält leider Laureth-10 und Sodium Laureth-11 Carboxylate). Allerdings nur diese beiden Zusatzstoffe. Andere Rasierschaum-Produkte oder -seifen haben im Vergleich noch mehr bedenkliche Inhaltsstoffe (wie etwa bei Gilette, Nivea, Sagella oder Lactacyd).

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Eine Alternative zur Rasur wäre das Epilieren. Oder aber auch Sugaring (das dem Waxing deutlich vorzuziehen ist, denn es ist weniger schmerzhaft und hat ein deutlich geringeres Verletzungsrisiko). Beim Sugaring kannst Du die Zuckerpaste entweder selbst herstellen oder ein fertiges Produkt kaufen (hier solltest Du genau auf die Inhaltsstoffe achten). Oder einfach in einem Kosmetikstudio durchführen lassen.

Wenn es möglich ist, vermeide jedenfalls Haarentfernungscremen. Denn diese sind doch sehr aggressiv zur Haut.