Leinsamen sind für ihre gesundheitsfördernde Wirkung besonders für Magen und Darm bekannt. Dabei können Leinsamen viel mehr und sind nicht nur für die Verdauung förderlich, sondern ebenso für die Blase. Das liegt vor allem an den Inhaltsstoffen der Leinsamen. Mehr dazu erfährst Du hier.

Schleimstoffe wirken beruhigend

Wichtig für Dich – dieser Beitrag beantwortet folgende Fragen:

  • Welche Inhaltsstoffe den Leinsamentee so wertvoll machen.
  • Wie Du Dir den Tee selbst zubereitest.

Leinsamen können je nach Wirkungsweise unterschiedlich verwendet werden. Das hängt davon ab, ob sie geschrotet oder im Ganzen verwendet werden. Leinsamen wirken haben viele gesundheitsfördernde Eigenschaften:

  • Verdauungsfördernd
    Leinsamen sind ein gutes Mittel bei Magen-Darm-Beschwerden, denn sie wirken verdauungsanregend (durch das Aufquellen der Samen) und sind besonders bei Verstopfung hilfreich.
  • Gute Nährstofflieferanten
    Leinsamen enthalten wertvolle Omega 3 Fettsäuren, Magnesium, Ballaststoffe und Eiweiß.
  • Entzündungshemmend
    Die Leinsamen enthalten viel Schleimstoffe, die sich besonders hilfreich bei Entzündungen im Magen-Darm-Trakt auswirken können, weil sie wie ein Schutzfilm wirken. Das kann sogar bei Sodbrennen und einer Speiseröhren- oder Rachenentzündung Linderung verschaffen.

Geschrotete (gemahlen) oder ganze Leinsamen?

Es gibt beide Varianten zu kaufen: Leinsamen im Ganzen und zerkleinert, gemahlen. Hier solltest Du klar den geschroteten Leinsamen den Vorzug geben. Denn die zerkleinerten Leinsamen werden vom Körper besser aufgenommen und nur so können die Inhaltsstoffe und Nährstoffe verarbeitet werden.
Du kannst ganz leicht die ganzen Samen selbst in einem Mörser zerstoßen und damit aufspalten.

Bei Leinsamen gibt es auch noch Goldleinsamen. Diese sind heller, enthalten mehr Omega 6 Fettsäuren, schmecken milder und quellen besonders gut auf.

Die Wirkung der Schleimstoffe kannst Du Dir nun zunutze machen. Dieses Mal aber nicht beigemischt in einem Smoothie oder ins Müsli, sondern die Schleimstoffe alleine. Und was deinem Magen und deinem Darm gut tut, kann deiner Blase nicht schaden – denn Schleim schützt.

Deshalb bereitest Du dir einfach einen Tee zu, also genauer gesagt, ein Leinsamen-Aufguss. Ok, genauer gesagt ist es das Schleimwasser der Leinsamen. Was vielleicht etwas eklig klingt, schmeckt in der Tat sehr gut, denn Leinsamen haben einen sehr angenehm nussigen Geschmack. Aber ab zum Rezept …

Noch eine kleine Warnung vorab: Leinsamen enthalten Cadmium (Blausäre) und sind deshalb ab einer gewissen Menge giftig! Man sollte daher nicht mehr als zwei Esslöffel Leinsamen pro Tag zu sich nehmen. Und natürlich immer genug dazu trinken, weil die Samen aufquellen und es ohne ausreichender Trinkmenge zu Verstopfung kommen kann.

Rezept: Leinsamentee

Bei einer akuten Blasenentzündung, aber auch danach zum Abheilen, kann Leinsamentee gegen die gereizte Blasenschleimhaut lindernd wirken.

Zutaten:

2 EL geschrotete Leinsamen
1 Glas Wasser (350 ml)



Zubereitung:


Für die Zubereitung am besten ein großes Glas kaltes Wasser verwenden und die 2 EL Leinsamen hinein geben. Einmal umrühren und stehen lassen.
Das löst die Schleimstoffe schonend heraus. Es dauert allerdings ein wenig, bis die Samen aufquellen und die Schleimstoffe freigeben. Hier einfach etwa 1 Stunde lang zuwarten.

Danach nochmal die Leinsamen im Glas umrühren (sie werden nun am Boden des Glases liegen). Und ein kleines Sieb/Teesieb verwenden. Nun nimmst Du ein zweites Glas und legst das Sieb darüber. Das Glas mit den Leinsamen gießt Du nun so darüber, dass das Wasser ins zweite Glas abfließt, aber die Samen im Sieb aufgefangen werden. Das Sieb drückst Du nun mit einem Teelöffel aus. Du zerdrückst richtiggehend die Samen ins Sieb. Die Schleimstoffe der Samen werden nun freigegeben und laufen unterhalb des Siebs ins Glas – ohne die zerdrückten Leinsamen. Nur die Schleimstoffe, die als feiner Schaum abfließen.

Nun rührst Du das Wasser und den Leinsamenschaum um und fertig ist dein Leinsamen-Aufguss. Wohl bekomm’s!