Ein guter und kompetenter Arzt ist bei jeder Form von Erkrankung wichtig. Umso wichtiger wird ein Arzt oder eine Ärztin allerdings, wenn es um eine chronische Erkrankung geht. Denn hier sind manche Ärzte schnell am Ende ihres Lateins, weil die Standard-Therapien nicht mehr greifen oder weil im Fall von wiederholenden Blasenentzündungen die permanente Gabe von Antibiotika schädlich ist. Aber woran erkennst Du einen guten Urologen oder eine gute Urologin?

Was macht einen guten Arzt aus?

Wenn Du mit Anzeichen einer Blasenentzündung zu einem Arzt in die Praxis kommst – egal, ob Hausarzt, Gynäkologe oder Urologe – das Prozedere ist immer ähnlich: es wird Dir zuerst eine Urinprobe entnommen, um mittels Teststreifen zu sehen, welche Werte anschlagen. Je nach Arzt werden zusätzliche Untersuchungen vorgenommen oder Du bekommst sofort ein Antibiotikum verschrieben.

Und das ist der springende Punkt: warum Dich ein Urologe bei Blasenentzündungen besser betreut – erfährst Du im Beitrag hier.

Einen guten und kompetenten Urologen erkennst Du an diesen Faktoren:

  • Der Arzt legt bei jeder Blasenentzündung eine Bakterienkultur an
    Das ist enorm wichtig, denn nur so kann festgestellt werden, ob eine bakterielle Infektion vorliegt oder nicht. Und auch um im Nachhinein feststellen zu können, ob Du das richtige Antibiotikum bekommen hast oder ob Du ein weiteres benötigst.
  • Der Arzt unternimmt weitere Untersuchungen wie etwa ein Ultraschall deiner Blase und Niere oder eine Blasenspiegelung
    Ein guter Arzt wird nicht nur die Urinanalyse abwarten, sondern notwendige weiterführende Untersuchungen unternehmen, um andere Erkrankungen auszuschließen.
  • Der Arzt versucht die Ursache herauszufinden und ist am neuesten Stand der Medizin
    Ein guter Arzt wird sich nicht zufrieden geben, dass Du ständig bei ihm mit einer Entzündungen auftauchst und immer wieder Antibiotika benötigst. Er wird mit Dir versuchen, die Ursache herauszufinden oder Dir Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen (z. B. Impfungen). Es sollte nicht sein, dass Du besser informiert bist als er.
  • Der Arzt testet Dich und deinen Partner auf Geschlechtskrankheiten
    Einer der wichtigsten Punkte, die zeigen, dass dein Arzt nicht nur die akute Erkrankung behandelt, sondern mitverantwortliche Ursachen mitbedenkt und testet.
  • Der Arzt verschreibt Dir kein Ciprofloxacin
    Einen kompetenten Arzt erkennst Du unter anderem daran, dass er am neuesten Stand der Forschung ist. Und das macht sich unter anderem dadurch bemerkbar, dass er Dir kein Ciprofloxacin bei einer Blasenentzündung verschreibt! Diese Art von Antibiotikum steht zurecht sehr im Verruf, weil es schwere Nebenwirkungen verursachen kann.

Mehr Informationen zu Ciprofloxacin und warum Du es unbedingt meiden solltest, findest Du im Beitrag hier.

  • Der Arzt verschreibt Dir keine Single-Shot-Antibiotika
    Diese Form der vorbeugenden Einnahme von Antibiotika in niedriger Dosierung, ist bei manchen Ärzten beliebt. Nur sind solche Single-Shot-Therapien sehr gefährlich, weil sie zum einen Antibiotika-Resistenzen riskieren und zum anderen den Körper sehr belasten und zu Scheidenpilz oder Darmpilz führen können.

Mehr zum Thema Antibiotika als Single-Shot-Maßnahme kannst Du hier nachlesen.

  • Der Arzt schiebt deine Beschwerden und regelmäßigen Entzündungen nicht auf psychosomatische Faktoren
    Du kennst das sicherlich: wenn der Arzt keine weiteren Ansätze oder Behandlungsmöglichkeiten hat, kommt oft genug der Satz: das ist alles psychosomatisch bedingt!
    Lass Dich hier nicht beirren, in den meisten Fällen sind es eben nicht psychosomatische Gründe, sondern ganz andere Ursachen, weshalb es zu wiederkehrenden (bakteriellen) Blasenentzündungen kommt.
    Auch wenn es psychosomatische Blasenentzündungen gibt, so müssen diese als Ursache klar abgegrenzt werden – und nicht als Nebensatz ohne genaue Untersuchung/Analyse.

Das sind alles wichtige Punkte. Aber was kannst Du tun, wenn Du keinen guten oder kompetenten Urologen in deiner Nähe hast?

Kommst Du mit einem schlechten Arzt auch zurecht?

Ein schlechter Arzt ist natürlich eine sehr weit auslegbare Definition. Aber die oben genannten Faktoren geben Dir sehr wohl Auskunft darüber, wie ernst Dich dein behandelnder Arzt nimmt und vor allem, was er alles in Angriff nimmt, um Dir bei der chronischen Form einer Blasenentzündung zu unterstützen und zu behandeln.

Solltest Du schon viele Ärzte durch haben und keinen geeigneten für Dich gefunden haben, dann kannst Du trotzdem mit einem weniger „guten“ Arzt zurecht kommen.

Wichtig ist oftmals nicht, dass der Arzt gut gelaunt oder gesprächig ist oder Dich schnell abfertigen will – wichtiger ist, dass er Dir die richtigen Medikamente verschreibt und die nötigen Untersuchungen durchführt.

Solange dein Arzt vor allem bei einer Blasenentzündung immer (!) eine Bakterienkultur anlegt, bist Du soweit gut aufgehoben. Denn so kannst Du soweit herausfinden, ob und welche Bakterien für die Blasenentzündung verantwortlich sind. Und auf Grundlage dessen einen weiteren Spezialisten aufsuchen.

Es kann natürlich sein, dass Du selbst deinen Arzt über neue Methoden, Mittel oder Behandlungswege aufklären musst und vielleicht hat er selbst davon noch nichts gehört. Aber solange Du darüber mit ihm sprechen und das Für und Wider abklärern kannst, er deinen Vorschlag mitgeht und ausrobiert, ist das auch schon mal ein gutes Zeichen. Selbst dann, wenn er nicht so interessiert oder gut informiert ist.

Solltest Du schon viele Ärzte durch haben und keinen geeigneten für Dich gefunden haben, dann kannst Du trotzdem mit einem weniger „guten“ Arzt zurecht kommen.

Auf diese Warnsignale solltest Du achten:

Wenn Dich dein Arzt überhaupt nicht ernst nimmt, Dir immer wieder dieselben Ratschläge gibt (die bei Dir in keinster Weise anschlagen) und immer wieder von psychosomatischen Ursachen redet (wo Du deinen Körper besser kennst und das weitgehend ausschließen kannst) – dann wechsel sofort den Arzt!

Denn ein Arzt, der Dich nicht ernst nimmt und sich nicht ein Minimum an Zeit nimmt, der wird Dir auch nicht helfen, das gesundheitliche Problem bzw. eine chronische Erkrankung zu ergründen. Und dann verlierst vor allem DU wertvolle Zeit und die nötige Fachkompetenz, um deine Erkrankung behandeln zu lassen und zu beseitigen.

Welche Erfahrung hast Du bereits mit Ärzten gemacht und wann war für Dich der Punkt erreicht, um zu wechseln?


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