Mich erreichen immer wieder konkrete Fragen von Userinnen. Eine davon war die Frage bei wiederkehrenden Problemen in der Blase, die immer wieder mal auftauchten und als Zwicken oder Brennen beschrieben wurden. Was es damit auf sich hat, beantworte ich in diesem Beitrag.

Wie Du Vaginalflora-Beschwerden von Blasenproblemen unterscheidest

Wichtig für Dich – dieser Beitrag beantwortet folgende Fragen:

  • Beschwerden der Vaginalflora können oftmals ähnliche Beschwerden hervorrufen wie Blasenschmerzen.
  • Wie beide Bereiche voneinander zu unterscheiden sind und welche Präparate hier helfen können.

Ein Brennen in der Scheide wird von den meisten Frauen mit einer Blasenentzündung oder einem Missempfinden in der Blase assoziiert. Das ist jedoch nicht immer richtig. Denn die Beschwerden einer gestörten Vaginalflora und die einer Blasenentzündung können sehr ähnlich sein.

Die Vaginalflora und die Blase hängen sehr eng zusammen. So schützt eine gesunde Vaginalflora etwa die Blase vor Keimen, die so in die Harnröhre gelangen könnten.

Wenn die Vaginalflora nicht intakt ist, können sich Beschwerden einstellen, die selbst den Harnröhreneingang betreffen:

  • Brennen unabhängig vom Urinieren oder kurz danach
  • Picksen (Gefühl von Stechen) in der Scheide
  • Kribbelgefühl in der Scheide oder in der Nähe des Harnröhreneingangs
  • Wärmegefühl in der Scheide
  • Schüttelfrost

Diese Beschwerden können auch zyklusbedingt auftreten. Denn je nach Zyklusphase verändern sich die Hormone und damit auch der pH-Wert der Scheide bzw. das Vorhandensein der Laktobazillen.

So ist bei einem erhöhten Östrogenspiegel (bis zum Eisprung) der pH-Wert eher basisch und es sind viele Laktobazillen vorhanden. Nach dem Eisprung (und nach der Periode) sinkt der Östrogenwert und auch die Anzahl an Milchsäurebakterien.

Dadurch kann es zu den typischen Beschwerden kommen – die einer Blasenentzündung sehr ähnlich sind.

Solltest Du hormonell verhüten, so bewirken die künstlichen Hormone eine Veränderung der Scheidenflora und auch die Scheidenschleimhaut sowie die Blasenschleimhaut können dünner werden. Das alleine kann ebenfalls zu Beschwerden oder sogar zu Entzündungen führen.

Bei einer gestörten Vaginalflora kann die gezielte Verwendung von Milchsäure und Milchsäurebakterien helfen, die Beschwerden zu lindern bzw. komplett zu beseitigen.

Und so kannst Du sehr schnell ausschließen, ob es sich um eine gestörte Vaginalflora oder doch um eine Blasenentzündung handelt.

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Über die Autorin

Hi, ich bin Marisa.
Ich beschäftige mich seit 2003 mit Frauengesundheit, Zyklen und Verhütung. Meine eigene Blasenentzündungsgeschichte, aber auch mein Interesse für eine natürliche und sichere Verhütung (hormonfrei) hat mich ausführlich zum Themengebiet weiblicher Körper und weibliche Gesundheit geführt (mit Anfang 20).

Für mich steht die absolute Beschwerdefreiheit und der Einklang mit dem Körper im Fokus, weshalb ich all mein Wissen weitergebe, um diesen Zustand bestmöglich für meine Userinnen zu erreichen.
Alles Liebe!

Marisa
Kommunikationswissenschaftlerin (Magistra) & Gründerin von blasenenetzuendung.HELP
NFP-Beraterin in Ausbildung (sensiplan®) & unfallfreie Anwenderin seit 2005