Psychosomatisch bedingte Blasenentzündungen sind eine mögliche Ursache unter vielen, weshalb Du regelmäßig Blasenentzündungen bekommst. Leider wird die Psyche oftmals bei der Diagnose überschätzt, während körperliche Ursachen schneller vernachlässigt werden und das völlig zu Unrecht. Wie Du psychosomatische Blasenentzündungen unterscheiden kannst, erfährst Du hier.

Ursachen von Blasenentzündungen

„Das ist psychosomatisch bedingt“ ist ein Satz der Betroffenen mit chronischen Blasenentzündungen schnell mal hingeworfen wird. Und das oftmals vorschnell, denn bevor psychosomatisch oder stressbedingte bedingte Blasenentzündungen diagnostiziert werden können, sollten alle anderen Ursachen ausgeschlossen werden.

Blasenentzündungen sind sehr komplex, weil es sehr viele unterschiedliche Faktoren und Ursachen gibt, die damit zusammen hängen können. Hier ein Auszug an möglichen Ursachen:

  • Hormonelle Verhütungsmittel (Pille, Hormonring, Hormonspirale etc.)

Die hormonelle Verhütung hat enormen Einfluss auf den Hormonhaushalt und verändert einige Vorgänge im Körper.
So kommt es unter der hormonellen Verhütung vermehrt zu Blasenentzündungen und auch Scheideninfektionen.

  • Geschlechtsverkehr

Manche Frauen neigen bei jedem Mal Sex zu reibungsbedingten Blasenentzündungen.
Wenn Du dieses Problem kennst, kannst Du so gezielt dagegen vorbeugen.

  • Falsche Intimhygiene

Auch das Verwenden von Waschlotions oder das häufige Reinigen des Intimbereichs kann zu einer Veränderung des pH-Werts und in Folge zu Blasenentzündungen führen.

  • Periode und Menstruationsartikel

Alleine die Hormonumstellung kurz vor der Periode oder während der Periode kann eine Blasenentzündung begünstigen.

  • Wechseljahre

Auch die Hormonumstellung in den Wechseljahren verändert die Schleimhaut der Blase und die Vaginalschleimhaut.

  • Interstitielle Zystitis

Ein weitere mögliche Ursache ist die nicht-bakterielle Blasenentzündung, die Sonderform einer Blasenentzündung: die interstitielle Zystitis.

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Wie Du siehst, gibt es sehr viele unterschiedliche Ansätze bei der Ursachenforschung. Alleine, um das genau herauszufinden, dauert es eine gewisse Zeit: davon kannst Du einiges selbst herausfinden, aber etliches davon muss einfach medizinisch genau abgeklärt werden.

Und all das dringlicher und wichtiger zu erforschen als eine psychisch bedingte Blasenentzündung anzunehmen.

Wie Du eine psychosomatische Blasenentzündung erkennst

Meist bemerkst Du psychosomatisch bedingte Blasenentzündungen daran, dass Du auf Stress und emotionale Belastungen reagierst.

Das kann sich auch darin äußern, dass Du bei länger anhaltendem Stress mit einer bakteriellen Blasenentzündung reagierst.

Das hängt vor allem damit zusammen, dass unter Stress Adrenalin und Cortisol im Körper ausgeschüttet werden. Das hat zur Folge, dass das Immunsystem geschwächt wird und man zu Infektionen neigt und sich schädliche Bakterien im sensiblen Gleichgewicht leichter festsetzen können.


Tipp:
Falls Du unsicher bist, ob emotionale Belastungen eine mögliche Ursache für Blasenentzündungen sein können, so nutze ein Tagebuch für Aufzeichnungen. So siehst Du nach einem gewissen Zeitraum, ob das ein Auslöser bei Dir ist.


Meist passiert das allerdings, wenn Du über einen längeren Zeitraum gestresst bist. Ein einmaliges Ärgernis oder Erlebnis muss noch nicht diese Auswirkung haben. Aber Stress oder Überforderung im Job, Streit mit dem Partner oder Ärger mit der Familie oder ein emotional belastendes Erlebnis, das einen immer wieder verfolgt oder zum Grübeln bringt etc. können sehr wohl massiven Einfluss auf den Körper haben. Nicht nur auf die Blase, sonderen generell auf den Körper, das kann sich selbst in Form von Burn-out, Magen-Darm-Verstimmung, Schlafstörungen, depressive Verstimmung äußern.

Wenn Du bemerkst, dass Du auf solche Einflüsse im Alltag körperlich reagierst, ist es natürlich sehr wichtig, diese Situationen zu klären. Manchmal ist das einfacher gesagt als getan und kann länger dauern als man das selbst möchte.

Hier ist es wichtig, sich konkret eine Umgebung oder einen Rückzugsort zu schaffen, wo Du Dich wohl fühlst und die Sorgen vergessen kannst. Entweder indem Du Dir Zeit für Dich gönnst oder Dich mit Entspannungsübungen (oder autogenem Training) ganz gezielt außeinander setzt. Oder aber Du verbringst Zeit mit Dingen, die Dir wichtig sind und die Dir Freude machen z. B. mit Freunden oder einem Hobby.

Es ist auch keine Schade, sich professionelle Hilfe zu holen, wenn Du es alleine nicht schaffst bzw. die Situationen länger anhalten und Dich emotional belasten. Wichtig ist, dass Du Dich an eine Person oder Therapeuten wendest, der Dich und dein Problem bzw. deine Situation ernst nimmt und Dir Lösungsvorschläge und Verbesserungstechniken anbietet.


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