Immer wieder erreichen mich Zuschriften von Frauen, die mir die unglaublichsten Geschichten über ihr Leben mit einer Blasenentzündung erzählen – dies ist die Geschichte von Gaby.

Tee kann gegen Blasenentzündungen helfen – sie allerdings auch verursachen!

Wichtig für Dich – dieser Beitrag beantwortet folgende Fragen:

  • Der menschliche Körper ist ein sensibles, komplexes, einzigartiges System.
  • Daher gibt es nicht die eine, die einzige Ursache für Blasenentzündungen.
  • Selbst ein alltägliches Getränk wie Tee kann zu Blasenentzündungen führen.

Erfahrungsbericht von Gaby

Es begann mit meinem 19. Lebenjahr. Fast jede Woche bekam ich einen Anfall, der selten weniger als vier Stunden lang anhielt, danach wurde es wieder besser, meistens erst in der Nacht. Ich hatte aber auch Schübe, die bis zu vollen drei Tagen anhielten! Meine Symptome waren Schüttelfrost, Schweißausbrüche, die Schmerzen breiteten sich von meiner Blase ausgehend über meinen gesamten Körper aus. Ich hatte das Gefühl, nicht Wasser zu lassen, sondern Glasscherben auszuscheiden, wenn ich zur Toilette ging. Oder besser: gehen musste! Immer wieder hatte ich Blut im Harn … es war fürchterlich.

Sex und Lebenswandel?

Sex machte meine Blasenentzündungen noch einmal schlimmer, dasselbe galt, wenn ich erst sehr spät schlafen ging oder Alkohol konsumierte. Aber auch wenn ich meinen Lebensstil optimierte bekam ich auch weiterhin Blasenentzündungen. Jahrelang hatte ich keine Ahnung mehr, was ich überhaupt noch tun konnte, und auch keine Hoffnung auf Heilung mehr. Ich achtete nicht mehr auf meine Ernährung, trank nur wenig Wasser und feierte häufig bis in die Morgenstunden durch. Ich empfand meine ganze Existenz als erbärmlich, war frustriert, wütend auf alles und jeden. Aufbrausend und aggressiv.

Fast täglich eine Blasenentzündung, Depressionen …

Die Jahre vergingen, aber nichts wurde besser, ich war am Ende meiner Kräfte angelangt und wusste schon lange nicht mehr, was ich überhaupt noch unternehmen konnte. Ich bekam fast täglich eine Blasenentzündung, inzwischen litt ich auch bereits an Depressionen. Ich ging wochenlang nicht mehr aus dem Haus.Und die Ärzte? Die taten, was sie immer tun: Sie nahmen Urinproben und verschrieben Antibiotika. Und immer nur noch mehr Antibiotika. Ich probierte es mit Cranberry-Säften und nahm Schmerzmitteln. Gelegentlich hatte ich ein paar Tage Entspannung.

Aber diese Phasen waren nie von längerer Dauer, die Blasenentzündungen kamen immer wieder zurück. In der schon gewohnten Intensität.

Gesünder leben, um ALLES zu versuchen!

Dann beschloss ich, gesünder zu leben als bisher: Ich trank Unmengen von grünem Tee, ernährte mich von rohem Gemüse und Suppen. Ich ging drei Mal pro Woche schwimmen, und … es half alles gar nichts. Die Blasenentzündungen gingen nicht fort, sie wurden eher nur noch schlimmer! Zusätzlich dazu bekam ich auch noch Akne im Bereich meiner Wangen und am Genick.

Recherche auf eigene Faust, und neue Versuche

Ich informierte mich online über Blasenentzündungen und fand heraus, dass es zwei Arten von Blasenentzündungen gab – möglicherweise litt ich an einem Mangel an L-Arginin, einem Aminosäurendefizit. Ich nahm täglich ein Nahrungsergänzungsmittel, und das half tatsächlich: Die Blasenentzündungen ließen etwas nach und bestimmten nun nicht mehr meinen gesamten Alltag. Ich hatte nicht mehr diesen typischen Geruch im Harn. Irgendwann dann war ich zwei Wochen lang auf Geschäftsreise, war ziemlich im Stress und vernachlässigte die Einnahme des Nahrungsergänzungsmittels komplett! Merkwürdigerweise fühlte ich mich trotzdem viel, viel besser, die Blasenentzündungen verschwanden sogar komplett. Ich konnte mein Glück kaum fassen! Doch zu früh gefreut, nach meiner Rückkehr waren sowohl die Blasenentzündungen als auch die Akne wieder da …

Des Rätsels Lösung von Dr. House’scher Dimension

Und dann hatte ich die Erleuchtung, mitten in der Nacht: Ich war jetzt sicher, dass es am Tee lag. An unverdächtigem, langweiligem, unschuldigem Tee! Ich war gegen Tee allergisch, er verursachte die Blasenentzündungen und die Akne und (vielleicht) sogar den Aminosäuremangel – es passt alles zusammen. Ich weckte meinen Partner auf, er sollte der Erste sein, der es erfuhr: Ich hatte täglich bis zu sechs Kannen Tee getrunken, in allen Varianten von Schwarz bis Grün. Ich vertiefte meine Nachforschungen und obwohl ich davon überzeugt bin, eine Nahrungsunverträglichkeit zu haben, entdeckte ich zusätzlich, dass das Tannin im Tee nicht nur den Darm schädigen kann, sondern auch die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen blockieren kann.

Sprung ins Jetzt

Zurück ins Jetzt: Ich trinke keinen Tee mehr und wenn überhaupt, dann niemals mehr als eine einzige Tasse pro Tag. Die Blasenentzündungen gehören der Vergangenheit an und mein Hautbild ist makellos. Ich verzichtete auch auf das L-Arginin-Nahrungsergänzungsmittel.

Das Ende? Einfach gut!

Hin und wieder, sehr selten, überraschend aber sicher nicht häufiger als viele andere Frauen bekomme ich doch noch eine Blasenentzündung. Mit meinem Gesundheitszustand hat sich auch meine Persönlichkeit drastisch verbessert und zum Guten verändert – ich bin viel glücklich, entspannter und kommunikativer als jemals zuvor!