Du hast eine Blasenentzündung und der Arzt verschreibt Dir das erlösende Mittel gegen Deine Schmerzen: Ein Antibiotikum. Aber welches hilft am besten gegen Blasenentzündungen? Und solltest Du mit dem Arzt gemeinsam entscheiden, welches Antibiotikum in Frage kommt? Ja – denn im schlimmsten Fall wirkt es nicht oder es könnten sich Resistenzen bilden.

Diese Antibiotika helfen Dir schnell bei einer Blasenentzündung

Wichtig für Dich – dieser Beitrag beantwortet folgende Fragen:

  • Welche Antibiotika bei einer Blasenentzündung helfen.
  • Worauf Du bei der Wahl der Antbiotika achten musst, damit sie bei Dir wirken.

Du hast eine Blasenentzündung und bekommst Deine Beschwerden nicht mehr mit den üblichen Hausmitteln weg. Jetzt heißt es für Dich: ab zum Arzt! Wenn Du eine bakterielle Harnwegsinfektion hast, ist sehr schnell klar, dass Du vom Arzt Antibiotika verschrieben bekommst.

Aber nach welchen Kriterien bekommst Du ein Antibiotikum verschrieben? Und welches hilft wirklich?

Wenn Du schon einmal eine Blasenentzündung hattest, solltest Du dem Arzt sagen, welches Antibiotikum Du davor eingenommen hast.

Das ist deshalb so wichtig, weil Du niemals zwei Mal hintereinander dasselbe Antibiotikum einnehmen solltest. Auch dann nicht, wenn ein paar Monate zwischen zwei Blasenentzündung liegen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Antibiotikum nicht richtig wirkt. Und Du nochmals ein anderes Antibiotikum einnehmen musst.

Diese Erfahrung habe ich selbst machen müssen – aus diesem Grund möchte ich Dich davor bewahren.

Tipp: Wenn Du zu chronischen Blasenentzündungen neigst, notier Dir ganz genau den Namen des Antibiotikums und in welchem Zeitraum Du es eingenommen hast.

Am besten legst Du Dir dafür ein Dokument am Computer an und speicherst es ab. Damit hast Du eine Übersicht, was Du alles eingenommen hast und auch, welches Antibiotikum Dir geholfen hat – und welches nicht. So weiß der Arzt beim nächsten Mal, was er Dir eventuell nicht mehr verschreiben sollte!

Es gibt bei Antibiotika einige unterschiedliche Wirkstoffe. Je nach Erregerwahrscheinlichkeit (meist bekommst Du das Antibiotikum schon bevor der Erreger mittels Bakterienkultur festgestellt wurde), Komplikation (z. B. Nierenbeteiligung) und Resistenzwahrscheinlichkeit des Wirkstoffes stehen Dir einige Präparate zur Verfügung. Der Arzt wird Dir das Präparat verschreiben, das er aufgrund Deiner Symptome und Krankengeschichte für am besten geeignet hält.

Diese Antibiotika gegen Blasenentzündung verschreiben Ärzte am häufigsten

Es gibt viele unterschiedliche Antibiotika, die bei Blasenentzündungen zum Einsatz kommen. Sie enthalten unter anderem folgende Wirkstoffe:

Die oben genannten Antibiotika wirken am besten gegen folgende Erreger:

  • E. coli
  • Proteus mirabilis
  • Staphylokokken
  • Klebsiella
  • Entero-bacteriaceae

Meine persönlichen Erfahrungen mit Antibiotika

Da bei meinen akuten Blasenentzündungen nie (!) etwas anderes außer Antibiotika geholfen hat, bin ich im Laufe der Zeit auf etwa 80 Einnahmen gekommen. 80 Mal Antibiotika einnehmen müssen. Das ist viel. Mein Glück war immerhin, dass ich alle Antibiotika ohne Probleme vertragen habe.

Diese Antibiotika haben mir bei meinen Blasenentzündungen immer zuverlässig geholfen:

  • Doxycilyn
  • Doxydyn
  • Triprim
  • Selexid
  • Augmentin
  • Motrim
  • Zinnat
  • Furadantin
  • Ciprofloxacin
  • Ciproxin

An dieser Stelle muss ich gleich dazu sagen, dass Antibiotika wie Ciprofloxacin (und Ciproxin) nicht gegen Blasenentzündung eingesetzt werden sollten.

Der Grund dafür ist, dass Ciprofloxacin heftige Nebenwirkungen verursachen kann!

Das wurde mir leider in all den Jahren von meinen Ärzten nicht gesagt und deshalb nahm ich sie leider entsprechend oft ein, weil mir diese Antibiotika verschrieben wurden.

Es gibt einfach viel bessere und schonendere Antibiotika-Alternativen – die Du weiter oben aufgelistet findest.

Fosfomycin hilft nicht zuverlässig bei Blasenentzündungen!

Es gibt allerdings ein Antibiotikum in meiner Liste, das mir Probleme mit der Wirksamkeit bereitet hat. Und das war Monuril (mit dem Wirkstoff Fosfomycin). Monuril hat mir nur etwa zwei oder drei Mal geholfen. Bei einer erneuten Einnahme merkte ich, dass ich auch Tage danach noch Beschwerden hatte und diese nicht vollständig abgeklungen waren. Was ich so von all den anderen Antibiotika-Einnahmen her nicht kannte. Bei jedem anderen Antibiotikum konnte ich bereits nach der Einnahme von zwei Tabletten eine deutliche Besserung spüren.

Ich musste nach der Einnahme von Fosfomycin also nochmals ein Breitband-Antibiotikum einnehmen, um meine Blasenentzündung vollständig zu beseitigen und beschwerdefrei zu werden.

Aufgrund dieser Erfahrung, bin ich bei der Einnahme von Fosfomycin skeptischer. Auch deshalb, weil der Wirkstoff durch die einmalige Einnahme weniger lang und konzentriert im Körper verbleibt als dies bei einem Antibiotikum – das 3-5 Tage lang eingenommen werden muss – der Fall ist.

Die einmalige Einnahme von Fosfomycin kann bei sehr vielen Frauen zwar ausreichen, um wieder vollständig gesund zu werden. Aber bei chronischen Blasenentzündungen und erneuten Einnahmen kann es offensichtlich Probleme in der Wirksamkeit geben. Das hat mir meine Erfahrung gezeigt.

Interessant in diesem Zusammenhang ist die Studie zu diesem Wirkstoff.

Eine klinische Studie an 513 Frauen zeigte, dass unter der Einnahme von Fosfomycin die Blasenentzündung nicht vollständig ausheilt.

Sie verglichen 28 Tage nach Therapie folgende typischen Harnwegsinfektions-Symptome: imperativer Harndrang, Schmerzen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang (Pollakisurie) und suprapubischer Schmerz (Schmerzen oberhalb des Schambeins). Die Ergebnisse: 70 Prozent der Frauen, die Nitrofurantoin einnahmen waren nach 28 Tagen symptomfrei, während nach Fosfomycin nur 58 Prozent der Frauen keine Beschwerden mehr zeigten. Eine Bakterienkultur des Urins bestätigte die subjektiven Beschreibungen der Probandinnen.

Journal American Medical Association
(1. Mai 2018)


Der Wirkstoff Fosfomycin ist zudem nicht unbedenklich. Denn unter der Einmalgabe von Fosfomycin kommt es immer häufiger zu Resistenzen!

Deshalb fordert das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte eine Neubewertung vom Wirkstoff Fosfomycin:

Das BfArM hat eine Neubewertung von Fosfomycin im Hinblick auf zunehmende Resistenzen gegen Antibiotika gefordert. Im Einzelnen werden die Indikationen und Dosierungen von fosfomycinhaltigen Arzneimitteln sowie die sicherheitsrelevanten Informationen und die pharmakologischen Eigenschaften im Hinblick auf den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand neu bewertet.

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (14. 12. 2018)


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